|
Entzündliche Dermatosen
|
|
|
|
|
Für die histologische Diagnostik entzündlicher Hauterkrankungen spielen eine wesentliche Rolle:
|
| 1. |
Entwicklungsstadium und |
|
| 2. |
Lokalisation der Effloreszenz, |
|
| 3. |
Vorbehandlung und |
|
| 4. |
geeignetes Biopsieverfahren. |
|
|
|
|
| 1. |
Das paraffineingebettete Gewebe ermöglicht bei Aufarbeitung von Schnittserien / Stufenschnitten die Darstellung der dreidimensionalen Gewebestruktur.
Mit Einordnung auf der Zeitachse (klinische Information, multiple Biopsien) wird die Treffsicherheit der histologischen Diagnostik gesteigert.
|
|
Bei der Biopsie multilokulärer Befunde hat man häufig die Wahl: Die ideale Effloreszenz zur Biopsie sollte frei von Sekundärveränderungen (Scheuereffekt, Excoriation, Superinfektion) sein. Eine frische oder reife Effloreszenz ist gegenüber einer älteren mit spontanen Rückbildungserscheinungen ergiebiger. Bestehen mehrere Stadien einer entzündlichen Dermatose nebeneinander, profitiert die Diagnostik von mehreren Biopsien verschiedener Stadien. Diese können andererseits auch durch Verlaufsbiopsien erfaßt werden. |
| 2. |
Lokalisationen wie Unterschenkel (latente oder manifeste Stasesituation) sowie mechanisch stark exponierte Partien wie Ellbogen und Knie sollten möglichst vermieden werden. Für die Differentialdiagnose fibrosierender Entzündungen, z. B. der Sklerodermien sind gegenüber der physiologisch faserreichen Rückenhaut andere Biopsiestellen vorzuziehen. |
| 3. |
Eine Vorbehandlung, etwa mit topischen Corticosteroiden, kann die Prägnanz des histologischen Bildes verwischen. |
| 4. |
Geeignete Biopsieverfahren müssen die vertikale und horizontale Ausdehnung des entzündlichen Prozesses abbilden. |
|
Stanzbiopsien erreichen bestenfalls Entzündungen bis an die Corium-Subcutis-Grenze. Tieferliegender klinische Befunde, besonders die Fragestellung nach Panniculitiden, erfordern eine großzügige, tiefe Skalpellbiopsie.
|
 |
|
Die Biopsiemethode für anuläre Befunde ist dagegen klinisch an der Horizontalen orientiert und wird am Beispiel Porokeratose gezeigt. |
|
 |
 |
|
Hierbei sollte eine spindelförmige Skalpellbiopsie senkrecht zur Ringfigur der Effloreszenz erfolgen.
Wird das histologische Labor angewiesen, diese Spindel in der Längsachse zu schneiden (siehe rote Linien), so gelingt die Darstellung der cornoiden Lamelle und des angrenzenden (postentzündlichen) Bezirks zuverlässig.
Immunpathologische Diagnostik von Autoimmundermatosen mittels direkter Immunfluoreszenz (DIF): Praktische Tipps siehe Info-Blatt.
|
|
|
|