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PCR-Diagnostik
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Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) hat eine Schlüsselrolle unter den molekularbiologischen Methoden für die Forschung und Diagnostik. Die PCR stellt einen entscheidenden Fortschritt in der Nachweismöglichkeit erregerbedingter und bösartiger Erkrankungen sowie genetischer Defekte dar.
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Inzwischen hat die PCR Zugang in die routinemäßige Diagnostik diverser Krankheitsbilder gefunden. Gerade bei erregerbedingten Erkrankungen kommen die Vorteile der PCR, ihre hohe Sensitivität (meist sind nur sehr wenige Erreger notwendig) und ihre hohe Spezifität (theoretisch kann für jeden Subtyp, bis hin zu einer einzelnen Punktmutation, eine PCR entwickelt werden) zum Tragen. Durch diese Eigenschaften ist die PCR anderen Nachweismethoden wie mikroskopischen Spezialfärbungen, Immunhistologie oder Erregerkultur methodisch überlegen. |
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- Humane Papillomviren
- Herpes-simplex-Virus 1 + 2
- Varicella-zoster-Virus
- Humanes Herpesvirus 8
- Leishmanien
- Borrelien
- Treponema pallidum
- Mykobakterien
PCR-Auftragsschein
zum Herunterladen (pdf)
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PCR-Diagnostik : Borrelien ─ Mykobakterien ─ Treponema pallidum
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Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist eine sensitive und hoch spezifische Methode zum genomischen Nachweis u.a. bakterieller Erreger. Dabei ist der Nachweis von Bakteriengenom störanfälliger als z.B. von Viren. Leider beschädigt die gängige histologische Materialfixierung in Formalin schon nach wenigen Tagen das Bakterien-Erbgut. Bei erregerarmen Erkrankungen ist dann der Erreger nicht mehr zu verifizieren.
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Für die PCR-Diagnostik bakterieller Erkrankungen empfiehlt sich daher eine Materialfixierung in 50-70% Äthanol. Entnehmen Sie deshalb bitte z.B. bei Verdacht auf eine Borreliose möglichst zusätzlich zur histologischen eine separate Materialprobe für die PCR-Diagnostik und fixieren Sie diese in Äthanol. |
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Neben dem Nachweis von Borrelien in humanem Gewebe können bereits im Vorfeld einer sichtbaren Hautläsion entnommene Zecken auf enthaltene Borrelien (Borreliennachweis identifiziert eine Zecke natürlich nur als potentiellen Vektor einer Infektion) untersucht werden. Auch hier wird dringend eine Fixierung in Äthanol empfohlen. |
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Einsendung von Gewebe / Zecken
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Entnehmen Sie bitte die Gewebeprobe möglichst mit einer 4 mm Stanze; bei Verdacht auf eine Borreliose am besten aus dem aktiven Randsaum des Erythema chronicum migrans.
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Zecken vorzugsweise mit Stanzbiopsie entfernen. Sonst Zecken bitte vorsichtig (ohne das Abdomen zu verletzen) abnehmen. |
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Geben Sie bitte Gewebe oder Zecke in ein Transportröhrchen mit rotem Deckel (Sondermedium für PCR - 70% Äthanol,vergällt), bitte mit Versandmaterial anfordern. Falls nicht zur Hand, einfach ein mit Formalin gefülltes Röhrchen entleeren, kurz mit Leitungswasser spülen, mit praxisüblichem Äthanol (50-70%) befüllen und bitte mit "PCR / keine Histo" beschriften. |
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Menge an amplifizierbarer bakterieller DNA in humanem Hautgewebe nach 14-tägiger Fixierung in gepufferter Formalin-Lösung (10%) und in Äthanol (70%) im Vergleich mit der Ausgangsmenge.
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Abnehmende Menge an amplifizierbarer/intakter bakterieller DNA während der Fixierung in Formalin-Lösung (10%,gepuffert).
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