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Nagelhistologie
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Differentialdiagnose Onychodystrophie / Onychomykose
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Die Differentialdiagnose zwischen Onychodystrophien und Onychomykose ist klinisch, nativ-mikroskopisch und kulturell unzuverlässig. Die Sensitivität der Nagelhistologie übertrifft deutlich die Kombination aus Nativuntersuchung und Pilzkultur. Voraussetzung ist die Gewinnung von ausreichend repräsentativem Material zur histologischen Aufarbeitung. Hierfür ist ein Abschnitt der distalen Nagelplatte allein nicht ausreichend. Vielmehr sind die Pilzelemente meist in den basalen Abschnitten der Nagelplatte und der subungualen Parakeratose zu erwarten, die dementsprechend bevorzugt gewonnen werden sollte.
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Die Treffsicherheit der Histologie sollte auch bei subungualen Hefemykosen der Fingernägel die vielen frustranen Nachweisversuche durch native und kulturelle Untersuchung ablösen.
Die hohe Ausbeute an Pilznachweisen auch in kulturell negativen Fällen ist u. a. erklärbar mit beeinträchtigter Vitalität von Pilzelementen im distalen Nagelabschnitt durch Therapieversuche oder z. B. Einwirkung von Detergentien.
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Der mikroskopische Nachweis wird von derartigen Vitalitätseinbußen nicht tangiert. |
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Differentialdiagnose von Nagelpigmentierungen
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Subunguale melanozytäre Tumoren sind in den meisten Fällen in der Nagelmatrix lokalisiert und führen zu einem längs verlaufenden Pigmentstreifen, der vom proximalen Nagelwall (Matrixregion) bis an den freien Nagelrand reicht. |
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Solitäre, im Erwachsenenalter erworbene Pigmentstreifen ab 5 mm Breite sind bei Menschen mit Hauttyp I-II grundsätzlich suspekt auf ein subunguales malignes Melanom. Besonders betroffen sind Grosszehe, Daumen und Finger II und III. Als fortgeschrittenes Symptom findet sich Ausbreitung von Melanin in der Haut des proximalen oder auch des distalen Nagelwalls (Hutchinson-Zeichen). |
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Das Nagelhämatom mit seiner satt blau-schwarzen Färbung bildet keinen streng longitudinalen Streifen, sondern zumindest partiell quer angeordnete unregelmäßig konfigurierte Verfärbungen.
Auch wenn das Hämatom von proximal aus dem Matrixbereich stammt, verliert es durch Auswachsen nach distal den Kontakt zum proximalen Nagelwall. Rezidivierende Hämatome (z. B. bei Sportlern) können einen longitudinalen Streifen vortäuschen, der jedoch unregelmäßiger begrenzt ist als bei melanozytären Tumoren (siehe klinische Abbildung eines subungualen Hämatoms).
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Zur Bestätigung eines klinischen Verdachts auf Nagelhämatom kann pigmentiertes Material am freien Nagelrand oder nach Trepanation der Nagelplatte auch von der Nagelunterseite zur Untersuchung gewonnen werden. Nagelhämatome werden durch fehlenden Sauerstoffkontakt nicht in Hämosiderin umgewandelt und sind daher in der Eisenfärbung negativ. Mit Hilfe der Peroxidase-Reaktion kann der histochemische Nachweis geführt werden (siehe histologische Abbildung). |